Kalte Hände und Füße

Viele Menschen haben in der Winterzeit mit kalten Händen und Füßen zu kämpfen. Wenn dies nicht krankheitsbedingt ist (z.B. durch Anämie, Hypothyreose, Hypotonie, Diabetes, Herz- und Kreislaufprobleme, Raynaud-Syndrom… etc.), dann können folgende Maßnahmen im Alltag helfen.

 

1. Passenden Sport treiben

Sport produziert Yang Qi und verbessert vor allem die Durchblutung in den Muskeln und der Haut. Daher sollte man trotz der niedrigen Temperaturen im Winter versuchen, jeden Tag passenden Sport zu treiben. Es eignet sich zum Beispiel Yoga, Spaziergänge oder Taiji, um leicht ins Schwitzen zu kommen. Denn durch starke Schweißausbrüche beim Sport kann man auch Qi verlieren, was die Mangelerscheinungen noch verschlimmern kann. Morgens nach dem Aufstehen bringt leichter Sport wie Gymnastik die Blutzirkulation in den Gang und regt den Stoffwechsel an.

 

2. Ernährung

Aus Sicht der TCM ist der Winter die beste Zeit, um einen Yang Qi Mangel zu bekämpfen. Man kann diesen Zeitraum ausnutzen, um mehr Lebensmittel zu sich zu nehmen, die den Körper von innen erwärmen, z.B. Lamm, Rind, Huhn, Kürbis… etc. Beim Kochen bietet es sich an, verschiedene Gewürze wie Chili, Ingwer, Pfeffer, Senf, Zimt und Schnittlauch zu verwenden, die gleichermaßen die Blutzirkulation anregen. Zudem sollte man so wenig wie möglich kaltes Essen und Getränke zu sich nehmen, da für deren Verdauung mehr Energie vom Körper verbraucht wird. Regelmäßige Mahlzeiten helfen dabei, den Körper mit ausreichend Energie zu versorgen. Aus diesem Grund ist das Fasten nicht empfehlenswert. Ein optimales Fettpolster kann den Körper vor Kälte schützen. Rauchen kann die Gefäße verengen und schadet der Durchblutung, der Verzicht auf Zigaretten ist selbstverständlich ratsam.

 

3. Körper warm halten

Im Winter sollte man natürlich immer darauf achten, sich warm genug anzuziehen. Vor allem ist es ratsam, nicht zu enge Kleidung, Schuhe und Handschuhe zu tragen, um die Durchblutung nicht zu behindern. Empfehlenswert sind Socken und Handschuhe aus Naturfasern, die trocken halten. Besonders wichtig ist es, die unteren Körperteile wie die Beine und Füße warm zu halten.

In der TCM gehört der Rücken zur Yang Seite, darauf befinden sich die Du und die Zu Tai Yang Meridiane. Bei gutem Wetter kann ein Sonnenbad auf dem Rücken die Meridiane erwärmen und eine Qi Blockade freimachen.

 

4. Fußbäder

Vor dem Schlafen gehen bietet es sich an, ein Fußbad mit warmem Wasser für 15 Minuten zu machen. Das regt die Durchblutung an und verbessert zudem die Schlafqualität. Noch besser ist eine Massage an den Beinen und Füßen während des Fußbads.

 

5. Stress abbauen

Aus Sicht der TCM können kalte Hände und Füße auch durch Stress verursacht sein, da Stress das Leber Qi blockiert und die Energie somit nicht nach außen in die Extremitäten transportiert werden kann. Ein gutes Zeitmanagement, regelmäßige Pausen, Meditation sowie Taiji und Yoga helfen dabei, sowohl den Körper als auch den Geist zu entspannen.

 

6. Therapie in der TCM

Aus Sicht der TCM kann die Ursache des Problems meist durch einen Yang Qi Mangel und gestautes Leber Qi erklärt werden. Empfohlen wird daher Akupunktur, Moxibustion, Schröpfen sowie Heilkräuter aus der TCM. Diese Therapie kann dabei helfen, das gestaute Leber Qi freizumachen und das Yang Qi des Körpers zu ergänzen. Es gibt einige bekannte Heilkräuterrezepte, die das Problem gut bekämpfen, jedoch ist es empfehlenswert, sich von einem TCM Therapeuten beraten zu lassen und eine Therapie zu erhalten, die individuell auf Sie abgestimmt ist.

 

Ich hoffe, dass dieser Artikel für Sie informativ und hilfreich war. Bei weiteren Fragen stehe ich Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung und wünsche Ihnen gute Gesundheit!

 

Ihre Heilpraktikerin Hongxia Zhao