top of page

Qi- und Xue-Mangel

  • Autorenbild: Hongxia Zhao
    Hongxia Zhao
  • 13. Sept. 2025
  • 2 Min. Lesezeit

Heute möchte ich allgemein etwas über Qi und Xue erzählen, weil ich bei der Arbeit häufig gefragt werde, was das ist und was man gegen einen Qi- und Xue-Mangel tun kann. Aus Sicht der TCM ist Qi die Vitalitätsäußerung aller Lebensfunktionen und daher ein Yang-Aspekt, indem es beweglich, aktiv und erwärmend ist. Xue entspricht ungefähr dem schulmedizinischen Blutbegriff und ist ein Yin-Aspekt, indem es nährend, befeuchtend und strukturbildend ist. Ausreichend Qi und Xue sind die Voraussetzung für eine gute Gesundheit des Körpers. Bei einem Mangel treten beispielsweise Blässe, kalte Extremitäten, Trockenheit von Haut und Haar, Müdigkeit, Herzklopfen, Schwindel, Schlafstörungen, Leistungsabfall oder spontane Schweißausbrüche – besonders nach leichter Arbeit – auf.


Was sollte man also im alltäglichen Leben tun, um die Qi- und Xue-Funktion zu unterstützen?


Schutz von Milz und Magen

Milz und Magen sind die Hauptquellen von Qi und Xue. Daher sollte man besonders darauf achten, Milz und Magen zu pflegen, beispielsweise durch einen möglichst geringen Konsum von kaltem Essen und Getränken und durch Vermeidung geistiger oder körperlicher Überbelastung. Außerdem hat die Milz die Funktion, das Blut „in den Gefäßen zu behalten“. Daher sollte man bei der Behandlung von allen Bluterkrankungen großen Wert auf Milz und Magen legen. Ernährungsmäßig ist es gut, z. B. Kürbis, Karotte und rote Datteln zu sich zu nehmen, da sie Milz und Magen schützen.


Schutz des Leberbluts

Die Leber ist das „Meer des Bluts“. Sie reguliert den freien Fluss des Qi, harmonisiert die Emotionen und unterstützt Milz und Magen bei der Verdauungs- und Transportfunktion. Daher ist der Schutz des Leberbluts nötig für die Regulation von Qi und Xue. Unterdrückte Emotionen wie Verstimmung oder Ärger beeinträchtigen Qi und Xue stark. Übrigens fließt das Blut in die Leber, wenn man sich hinlegt. Viel Blut in der Leber begünstigt die Funktion ihrer Zellen, wodurch auch die Entgiftungsfunktion der Leber verstärkt wird. Aus diesem Grund sollte man in der Nacht möglichst vor 23 Uhr ins Bett gehen und nicht lange aufbleiben.


Vermeiden von Kälte

Das Blut fließt bei Wärme und stagniert bei Kälte. Kälte lässt das Blut leicht stagnieren, wodurch die Meridiane blockiert und die Herstellung von Qi und Xue verhindert werden. Das kann z. B. Gelenkbeschwerden, Verdauungsprobleme und Husten hervorrufen. Es ist daher nötig, sich im Winter mit Handschuhen, Schal und Mütze auszustatten, wenn man nach draußen geht. Kaltes Essen sollte man ebenfalls möglichst vermeiden.

Es ist vorteilhaft, ein warmes Fußbad zu nehmen, bevor man ins Bett geht, oder sich gelegentlich massieren zu lassen. Besonders ältere Menschen sollten großen Wert auf diese Aspekte legen, da Qi und Xue mit zunehmendem Alter immer schwächer werden.


Mehr ausgewogene Bewegung

Bewegung ist unentbehrlich für Qi und Xue und unterstützt Milz und Magen bei deren Herstellung. Außerdem regt Sport den Appetit an und ermöglicht einen erholsamen Schlaf. Joggen, Schwimmen, Ballsport, Yoga oder Taiji befreien die Leitbahnen und beschleunigen den Fluss von Qi und Xue.


Bei Bedarf: TCM

Bei Bedarf können auch traditionelle chinesische Therapiemethoden wie Akupunktur, Moxibustion und Heilkräuter eingesetzt werden, um den Mangelzustand von Qi und Xue zu verbessern. Wenn Sie Fragen haben oder weitere Informationen zu diesem Thema bekommen möchten, stehe ich Ihnen natürlich gerne zur Verfügung.


Ich hoffe, dass dieser Artikel für Sie informativ und hilfreich war. Bei weiteren Fragen stehe ich Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung und wünsche Ihnen gute Gesundheit!


Heilpraktikerin Hongxia Zhao

 
 
bottom of page